Nachdem wir in Tasucu wieder türkisches Festland betreten haben, quatierten wir uns auf einem Stellplatz direkt am Wasser ein… Wäsche waschen und die nächsten Schritte planen.

Ein paar Kilometer weiter, am Cap Anamur, befindet sich die alt römische Stadt Anamurium. Dort soll die riesige Nekropole noch größtenteils erhalten sein, trotz einiger Erdbeben. So etwas macht neugierig… und siehe da, es stimmt. Auch einige Gebäude der Stadt sind gut erhalten oder gut restauriert. Große Teile der Mosaike in der Kathedrale und bei einigen Gruften sind gut erhalten und präpariert.

Eine Nacht verbringen wir im Anschluss dort am Strand. Am nächsten Tag fahren wir nach Antalya, um eine Werkstatt für Ölwechsel und neue Keilriemen zu finden. Ich hatte alles dabei… nur einige Werkstätten haben sich etwas angestellt. Nach langem Suchen durch Zufall doch noch die Richtige gefunden. Die 4×4 Extrem Garage, ein wenig verrückte Mitarbeiter (im positiven Sinne) und geile Karren, vor allem Leute mit Ahnung. Und das Samstag Nachmittag gegen 16.00Uhr…  noch 2 Stunden hatten die Teilehändler geöffnet… Die Werkstätten bis um 19.00Uhr, kurz vor Schluss haben sie noch Öl (weil ich noch etwas in Reserve haben wollte, der/mein Steyr 680 verbraucht 1L auf 300km) und einen Keilriemen besorgt, der Ersatz passte wohl nicht zu 100%. Qualitätsarbeit im Sinne von: Nur ein zufriedener Kunde kommt wieder 👌🏻.  Am Sonntag besuchte mich noch der Chef (samt Familie) auf dem Campingplatz… weil er am Samstag kaum Zeit hatte sich um mich zu kümmern. Cooler Typ 👍🏻👍🏻.

Der nächste Stopp, das ewige Feuer von Chimera. Durch Poren und Risse im Gestein tritt ein Erdgasgemisch an die Oberfläche, was sich im richtigen Mischverhältnis mit Sauerstoff wohl selbst entzündet. Es soll schon über 2500 Jahre brennen. Bereits auf dem Weg dorthin konnte man erkennen, dass der Ort schon länger als Kultplatz genutzt wird. Der Weg ist mit teilweise tonnenschweren Steinen ausgelegt. Treppen mit einer Schritthöhe von über 40cm… für schnöde Touristen wird man wohl kaum den Aufwand betrieben haben.

Antike Berichte belegen, dass die nahegelegene Stadt Olympos wegen ihres Hephaistos-Kultes berühmt war. Sein Heiligtum, das Hephaistion, wird sich wohl hier befunden haben – archäologische Indizien wurden aber nicht gefunden. Die Inschriften auf den auch heute noch vereinzelt zwischen den Flammen verstreut liegenden Marmortafeln geben hierauf keine Hinweise.

Auch eine mittelalterliche Kirche soll sich dort befunden haben… Mauerreste lassen darauf schließen. Jedoch nur der obere Teil. Die unteren, tonnenschweren Steine auf dem ‚Fundament‘ lassen auf ein älteren Zeitraum schließen. Die Bauweise lässt auf das Neolithikum schließen, doch wie das in der Türkei so ist… echte archäologische Untersuchungen werden kaum bzw. wenig finanziert. Große und kulturell wichtige Ausgrabungen werden meist aus dem Ausland finanziert (z.B. Göbekli Tepe vom deutschen Museum).

Zurück zum Feuer 🔥, es brannten nur noch wenige Feuer (3-4). Mit etwas Nachhilfe (säubern der Spalten vom Staub) konnte ich noch weitere wieder zum Leben erwecken. Jetzt lohnte es sich auch wieder zu fotografieren 😅.

Zum Übernachten sind wir zum Strand gefahren. Dort standen viele Touriboote, zum Überwintern und zur Reparatur. Unser Dickschiff mitten drin 😅.

Danke für eure Aufmerksamkeit ❤️✌🏻