Welse, Offroad und krasse Aussicht
Nach Valencia wollten wir noch ein Stück die Küste runter zum Ebro Delta. Aber immer wieder sahen wir mit Campern vollgestellte Parkplätze… auch an unserem Ziel war der Parkplatz (offizieller Stellplatz) mit Campern zugestellt. Der ansässige Restaurantbetreiber wollte uns auf seinen Hinterhof lotsen, aber das war uns alles zu eng und voll… wir sind dann wieder weg von dem Tumult. Bei der nächsten Möglichkeit kurz rechts ran, um nach einem Stellplatz weiter im Landesinneren zu suchen.
Ich wollte schon immer mal zu den großen Stauseen des Ebro, folglich war der nächste Stellplatz ein alteingesessenes Angelcamp an einem Seitenarm des Sees. Das Camp wird von einem deutschen Ehepaar betrieben (hier nochmal, lieben Dank an Andrea und Helmut). Warum Angelcamp? Die Seen dort sind Angelparadiese und ab den 90ziger Jahren schossen dort die Angelcamps wie Pilze aus dem Boden. Fast alle Stellplätze dort sind Angelcamps und werden meist von Deutschen betrieben.
Ja, ich selbst angle auch ganz gerne und habe dort mein Glück versucht… Aber die Natur hatte andere Pläne… Viel Wind, kaltes Wasser, das von den Bergen in die Stauseen floss… und es war halt noch Winter. Alles Umstände, die die Fische eher träge werden lassen. Mit dem Boot zum Angeln? 🤔 Da hatte wohl der heftige Wind etwas dagegen. Leider, denn Helmut hat auch einige Boote zum Mieten am Camp. Naja, dann war wohl die Ruhe genießen angesagt, außer ein paar Dauercampern waren wir alleine.
Wie sollte es auch sein, wenn man mal zur Ruhe kommt, hat der Körper etwas dagegen und macht auf krank. Wir hatten uns wohl eine fette Erklärung mit grippalen Infekt zugezogen… (auf Reisen immer gern genommen 🙄) wir blieben zum Auskurieren vier Tage auf dem Camp. Wir hatten alles da, was wir brauchten und jeden Morgen gab es frische Brötchen 🤷♂️😅.
Wenn jemand ein paar Infos zur Gegend und dem Stausse sucht… Mel hat Interessantes im Footprint gepostet, zu finden im oberen Teil dieser Seite.
Unser nächstes Ziel lag in den Vorpyrenäen, ein Geisterdorf und eine geologische Struktur, die sehr an die Chinesische Mauer erinnert (so die offizielle Beschreibung). Die ersten Kilometer ging es noch über geteerte Straßen. Die letzten Kilometer waren dann Piste und ausgespülte Waldwege mit losen Steinen und weichem Untergrund. Es gab zwei Zufahrten zum Dorf. Eine direkte mit einfachem Offroad (da braucht man kein 4×4, nur etwas Fahrkönnen mit größeren Fahrzeugen). Die andere führt über etwas kniffliges Terrain, hier musste auch ich auf alle 4 Räder schalten. Eigentlich führt diese schwierige Tour noch zu anderen Geisterdörfern, aber wir kamen dann nicht so weit… mehr im nächsten Blog.
Weil es schon etwas später war, beschlossen wir auf dem höchsten Punkt der Tour zu übernachten, mitten im Nichts aber direkt neben einer Mobilfunkantenne 😅. Von dort hatten wir eine premium Aussicht auf die hohen Gipfel der Pyrenäen. Weiß, mit Schnee bedeckt einfach traumhaft.
Hier war alles perfekt, inklusive spektakulärem Sonnenuntergang.
Weiter im nächsten Blog.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️


























