Legenden und Sagen, Feen, Zauberer und Ritter.
Wie schon vorgewarnt geht es hier im Post etwas um Phantasie und auch um echte Kultur. Wir sind im Broceliande (fabelhaftes Waldgebiet) den alten Sagen auf der Spur.
Vorher haben wir noch einen Zwischenstopp bei den Menhirs de Monteneuf eingelegt. Eine Megalithenanlage auf ca. 6 Hektar verteilt. Heute sind leider nur noch 10% sichtbar. Die Anlage ist die zweitgrößte Menhiranlage nach Carnac. Von ca. 420 Menhiren (stehende Steine) wurden 42 wieder auf ihren Orginalplätzen aufgestellt. Im Mittelalter wurde die Anlage komplett zerstört, alle Steine wurden umgezogen und lagen unbemerkt mit Efeu überwuchert bis 1989. Wenn man sich einmal vor Augen führt, dass viele Menhire über 20t wiegen… schon eine beachtliche Leistung, diese mit einfachen Mitteln vor 5000 Jahren aufzustellen.
Wir übernachteten auf dem Parkplatz, um am Morgen in Richtung Tréhorenteuc zu fahren. Dort befindet sich die einzigste Kirche des heiligen Gral, die sich mit dem Thema der Arthus Sage beschäftigt. Der ehemalige Priester Henry Gillard (im Priesteramt von 1942-1962) war begeisterter Arthus Fan und versuchte das Christentum und die Sage in Einklang zu bringen. Was ihm mit Hilfe zweier deutscher Kriegsgefangenen auch gut gelang.
Nach dem Kirchgang sind wir dann durch den Wald Broceliande gewandert, um einige sagenhafte Plätze zu besichtigen.
- Der Goldene Baum, der in den 90zigern als Symbol der Wiederherstellung des Waldes gesetzt wurde. Der Wald war davor fast vollständig abgebrannt. Er markiert den Eingang zum Tal ohne Wiederkehr.
- Der Feenspiegel (der angrenzende See am Baum)
- Danach war die Suche nach Merlins Siege (Merlins Bollwerk) angesagt, es soll sich auf den Höhen befinden. Gefunden habe ich es erst auf unseren Fotos, ich stand quasi direkt daneben 😅.
- Weiter zum Grab des Riesen, es hat nichts mit der Sage zu tun, ist eine kleine Megalithenanlage (Steinkiste)… und wer weiß… 🧙♂️😉
- Auf der Rückrunde sind wir noch am Haus der Viviane (Wasserfee in der Sage) vorbei, wiederum eine kleine Megalithenanlage (Steinkiste), an der die Wasserfee angeblich einen Ruheplatz hatte.
Am Grab des Riesen kamen uns noch zwei Jagdhunde entgegen, vom Herrchen weit und breit keine Spur. Diese zu Menschen loyalen Hunde sind mir dann bis zum größeren Weg gefolgt. Dort stand ein Auto und davor jemand der was suchte… seine Hunde? Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er auf der Suche nach den Hunden war, jedoch nach insgesamt 15 Jagdhunden, die bei der Jagd am Wochenende verloren gingen. Echt krass, man überlege sich was 15 Jagdhunde in 4 Tagen so alles anstellen bzw. ihrem Trieb folgen, Tiere zu hetzen. Für die Suchenden wohl völlig normal, für mich ein Verbrechen an die Natur. Meine persönliche Meinung.
Weiter mit Sagen und Legenden im und um den Broceliande Wald.
Am nächsten Tag sind wir noch zum Schloss in Comper. Vor dem Schloss erstreckt sich ein See, in dem das Schloss der Viviane (eine Wasserfee) liegen soll. Das Schloss von Comper wurde errichtet, um ein Auge auf Viviane zu haben. Leider war es samt Zugang zum See verschlossen. Also ab zur nächsten und letzten Station der Saga, die auch den Schluss der Saga hier im Wald von Broceliande in der Bretagne bildet. Das Ende von Merlin. Auf seinem Ruheplatz erzählte er Viviane das Geheimnis seiner Magie. Er hatte sich wohl in die Wasserfee verliebt. Feen sind nicht immer gute Wesen, sie nutze nun das Wissen über seine Magie und sperrte Merlin mit einem Zauber in einen Dolmen (von dem heute nur noch zwei Steine stehen). In einem der Steine befindet sich ein Schlitz, wo man heute kleine Zettel mit Wünschen steckt.
Um die Tour abzurunden, sind wir noch ein paar Meter weiter zum zum Brunnen der ewigen Jugend. Leider fehlte uns der heilige Gral um die ewigen Jugend zu erlangen 😅😅.
Viele Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️









der Tafelrunde…



















































