Überfahrt, Glück gehabt… Unwetter – Hotelparkplatz… Western Leone- Kindheitstraum.
Als unser neues Familienmitglied versorgt war und wir die nötigen Formalitäten (Impfungen…) erledigt hatten, er muss noch bis Juni in Marokko bleiben 😪 , ging es für uns von Tanger nach Tanger Med zur Fähre. Wir wollten zum Fährhafen, um dort die Nacht zu verbringen, denn am nächsten Morgen sollte es nach Spanien gehen.
Dort angekommen, haben wir schonmal direkt eingecheckt. Doch ohne auf das Datum zu achten, hat uns der Mitarbeiter der Fährfirma noch für denselben Abend eingecheckt. Das heißt die Fähre ging um 23 Uhr. Gesagt, getan. Wir haben es dabei belassen. Was im Nachhinein eine gute Entscheidung war… wir hätten das Ticket auch nochmal umbuchen können. Zum Glück haben wir uns für die Fahrt am Abend entschieden. ☝🏻 Denn am Tag darauf wurden die Fähren wegen Sturm und Unwetter gestrichen… für ein paar Tage war der Fährverkehr eingestellt. Glück gehabt und vielen Dank an den Mitarbeiter für das vorgezogene einchecken.
Das aufziehende Unwetter hatte Nordmarokko, halb Portugal und den Süden Spanien fest im Griff. Uberflutungen, Sturmfluten, orkanartiger Wind hielten das gesamte Gebiet im Atem. Angekommen in Algeciras entschieden wir uns erst einmal für einen sicheren Autobahn Parkplatz, der außerhalb von Überflutungsgebieten lag. Am nächsten Tag war etwas Ruhe im Wetterchaos in unserem Gebiet. Wir entschieden uns für einen höher gelegenen Parkplatz eines Hotels, da die Wettervorhersage nichts Gutes verhieß. Dort blieben wir drei Nächte, abends verfolgten wir in der Bar die Neuigkeiten um das Unwetter auf dem TV Gerät.
Ein neuer Plan musste her, Melanie hatte ein ungutes Gefühl in Richtung Extrema Dura zu fahren… wir hätten mitten durch die Überflutungsgebiete gemusst. Dann ging es halt in die andere Richtung, in die Wüste, die einzige Wüste Europas. Die Gegend um Tabernas, so wird die Wüste oft auch die Wüste Tabernas benannt. Der größte Teil des Unwetter wurde dort von der Sierra Nevada geblockt. Da das Gebirge (mit Schnee auf den Wipfeln) wohl hoch genug war.
Nur der starke Wind mit seinen orkanartigen Böen schüttelte uns auf der Fahrt ordentlich durch. Was auch in den nächsten Tagen so blieb, damit konnten wir aber leben. Aufgrund der hügeligen Landschaft der Tabernas fanden wir auch Plätze ohne starken Wind. Zum Beispiel an unserem ersten Zielpunkt, Western Leone, war es deutlich weniger windig. So konnten wir die alten Flimkulissen der Spaghettiwestern von Sergeo Leone in vollen Zügen genießen. Da die Westernstadt zum Verkauf steht, war auch nicht viel los. Das Ticket beinhaltete ein Getränk im Saloon (Filmkulisse von ‚once open a time/Spiel mir das Lied vom Tod‘, ‚Eine weitere Hand voll Dollar‘, ‚eine Faust geht nach Westen’…). Alleine das war für mich schon ein Ritt durch die Kindheit, denn ein Großteil meiner Lieblingswestern wurden hier gedreht. Auch konnten wir vor der Westernstadt mit unserem Dusty übernachten, ein weiteres Highlight für mich. Am nächsten Morgen setzten wir noch einen drauf, besser gesagt Melanie. Denn es wurden Aussritte durch die Western Landschaft angeboten… da ich (und Melanie) noch nie auf einen Pferd saßen, führten wir uns beide gegenseitig mit dem Pferd durch die Westernstadt. Für mich ging so ein Kindheitstraum in Erfüllung… Mit dem Pferd durch die Kindheits-Western reiten… unbeschreiblich das Erlebnis 🐎🤠❤️❤️.
Aber die Tabernas hatte noch einiges mehr an Filmkullissen zu bieten, als nur alte Western. Mehr im nächsten Blog.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ❤️















































